Iran in Afrika

Die Außenpolitik des Iran beschäftigt sich vor allem mit den Nachbarländern und den mehrheitlich schiitischen Ländern der arabischen Welt. Insbesondere der Irak, Syrien, Libanon aber auch Jemen stehen daher im Zentrum der iranischen Bemühungen den eigenen Einfluss in der Region auszubauen. 

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf Afrika. Aber auch im Iran gibt es eine afrikanisch-iranische Minderheit, die Teilweise seit Jahrhunderten im Süden Irans lebt. 

Die FAZ schreibt sogar von Irans fünfter Kolonne in Afrika.

Marokko und Iran – eine gewisse Rivalität

Marokko wird immer mehr zu einer Regionalmacht in Afrika, die dort im Wettstreit unter anderem mit Algerien steht. Auf den ersten Blick sind Marokko und Algerien in vielen Punkten eng verbunden. Größere religiöse Unterschiede gibt es hier nicht. 

Doch die Rivalität geht vor allem auch um die Zugehörigkeit der Westsahara, den Einfluss im Norden Afrikas und die unterschiedlichen Allianzen. So ist Algerien eher mit Russland und ggf. Mit Iran verbündet, während Marokko traditionell enge Beziehungen zu Frankreich, den USA und in neuerer Zeit zu Israel unterhält. 

Die Beziehungen zwischen Marokko und Iran wurden häufig abgebrochen. Zuerst, da der Iran nach der islamischen Revolution Marokko vorwarf den Schah nicht zu verurteilen und ggf. Zu unterstützen. 

Im Jahr 2018 kam es zum Konflikt als Marokko vermeldete, dass Waffen der Hisbollah mit der Unterstützung Irans in die Hände der Polisario gekommen wären. Die weitere Entwicklung von Laayoune, Dakhla und anderen Bevölkerungszentren hängt auch von der militärischen Lage ab. 

Quelle: Deutschlandfunk.

Iran im Osten Afrikas

Besonders kritisch werden die Aktivitäten Irans im Osten Afrikas betrachtet. In diesem Gebiet ist weder Algerien noch Marokko stark tätig, sondern insbesondere die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi Arabien haben hier einen Einfluss. 

Dieser Bericht spricht davon, dass Iran in Äthiopien eine Schläferzelle unterhielt.