Iranisches Kurdistan

Im Iran leben ca. 8 bis 10 Millionen Kurden, vor allem in der Region Kurdistan und angrenzenden Regionen. Viele Kurden im Iran sprechen den Sorani – also den Dialekt, der auch von den Kurden im Irak gesprochen wird. Zudem gibt es eine große Gruppe an Sprechern von Südkurdisch und eine kleine Gruppe von Kurmanji Sprechern im Norden.

Die meisten Kurden im Iran sind allerdings zwei oder dreisprachig. Neben Persisch sprechen die Kurden in den Gegenden West Aserbaidschan auch Azeri. 

Mahsa Amini 

Mahsa Amini, die junge Frau, deren Tod ein wichtiger Auslöser der jetzigen Protestwelle im Iran war, war Kurdin. Auch die Protesten in Deutschland werden sowohl von kurdischsprachigen, wie auch von persischsprachigen Exiliranern gemeinsam getragen.

Religionen im iranisch Kurdistan 

Der iranische Teil Kurdistans ist religiös vielfältig und eher tolerant. Der Großteil der Kurden im Iran sind Sunniten, aber es gibt auch viele schiitische Kurden im Iran – was in Irak, Syrien und der Türkei selten ist. 

Kurden als Opfer

Ende November 2022 gibt es eine massiven Militäreinsatz einerseits von der Türkei und andererseits durch den Iran gegen Kurden. Dabei sind auch Zivilisten betroffen und die Einsätze finden jenseits der Grenzen statt. Während die Türkei viele Angriffe auf kurdische Stellungen in Syrien fliegt, gibt es in den letzten Tagen Einsätze der iranischen Armee gegen kurdische Stellungen im Irak. 

Proteste und Solidarität

In den nächsten Tagen ist spannend, wie sich die Proteste im Iran und im Ausland mit diesem Thema beschäftigen. Bisher waren alle Gruppen gemeinsam auf die Straße gegangen, oft aber mit unterschiedlichen Fahnen und Symbolen. Die jetzige Situation wird nun die Thematik der Proteste verschärfen.